was geht im mom denk ich echt sau viel über grundsätzliche sachen des charakters nach, hauptsächlich wegen meinem vater. grundsätzlich finde ich, man muss differenzieren zwischen einerseits dem charakter an sich und andererseits der art, wie leute ihren charakter verkörpern bzw. vermitteln. natürlich hört man immer, der charakter sei das einzig wichtige, aber letztendlich is das, was wirklich im leben den großen unterschied macht, das auftreten. das ist schon allein deswegen so, weil man vom dem charakter seines gegenübers in der ersten phase einer bekanntschaft überhaupt nichts mitkriegen kann. wenn man jemanden kennenlernt, ist das erste was man mitkriegt, ob derjenige selbstbewusst auftritt. das ist gleichzeitig meiner meinung nach auch der moment, der das bild eines menschen am meisten prägt und das auf lange sicht. ich denke deswegen darüber nach, weil ich als hochsensibler mensch in jeder situation weiss, wie ich mich verhalten muss, damit mein gesprächspartner mich mag. das ist einerseits gut, andererseits ist das nur dann gut, wenn ich diese fähigkeit als instrument einsetzen kann. nämlich fast alle anderen hochsensiblen leute meines bekanntenkreises lassen sich dadurch bestimmen. das geht zwar eine bestimmte zeit gut, ab einem gewissen alter allerdings entwickeln diese sich zu einem unsicheren, charismalosen menschen. weil ich eben davor angst habe, versuche ich, eben dies nicht zu tun. das klingt leicht, allerdings muss man sich aufgrund seiner anpassungsfähigkeit erstmal über sich selbst klar werden. wenn man dann noch mit charisma auftreten möchte, muss man genau das in noch viel größerem maße tun. mir ist aufgefallen, dass charismatische leute sich in jeder hinsicht eine meinung gebildet haben bzw wenn sie das nicht haben, so tun oder einfach nichts dazu sagen. nämlich was dann letztendlich eindruck macht, ist wenn leute mit einem unerschütterlichen selbstbewusstsein auftreten. dabei ist es zuerst einmal vollkommen egal, was man vermittelt. die einzigen menschen, denen das nicht egal ist, sind leute, die genauso selbstbewusst auftreten. das liegt daran, dass meiner meinung nach menschen in klassen eingeteilt werden. das ist nicht endgültig, die klasse hängt eben davon ab, was ich grade beschrieben habe. wenn man sein auftreten verändert, steigt man eine klasse auf. das ist auch genau das, was sämtliche online dating coaches in einen wissenschaftlichen mantel verpackt sagen. ich habe die erfahrung gemacht, dass ich eigentlich nur leute kenne, die entweder einen guten charakter haben oder dich verbal wie nonverbal ausdrücken können, dass beides auf einmal eintritt gibt es extrem selten. ich als eigentliches sensibelchen versuche, mein auftreten genau so zu perfektionieren. es ist nämlich nebenbei wirklich so, dass man überhaupt keine peinlichen situationen mehr verursachen kann, wenn man zu dem steht, was man denkt. einzig aussagen, die nicht komplett der eigenen überzeugung entsprechen können peinlich sein. mittlerweile meine ich, behaupten zu können, das ganze einigermaßen gut umsetzen zu können. der nachteil daran ist, dass ich nun nicht mehr die möglichkeit habe, wenn ich merke, dass ich bei jemand nicht gut ankomme, mich anders zu verhalten. das sehe ich nämlich als beschiss an mir selbst und in jeder weise kontraproduktiv. das ist auch der grund dafür, dass mein vater und seine freunde mich scheisse finden. ein anderes problem ist, dass man auf einem sehr schmalen grat zwischen zu starker arroganz und überzeugungskraft wandert. teilweise fürchte ich, bin ich zu arrogant und kann aber nix dagegen tun, weil ich mir dann selbst untreu würde. aber ich werde daran solange arbeiten, bis ich meinen selbst gewünschten charakter habe und auch verkörpere.

26.12.13 13:45

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